Musik verbindet - Drei Chöre - ein gemeinsames Projekt
Mit dem Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler starten die
Chorgemeinschaft sowie der Männergesangverein Cäcilia Heimersheim
das Projekt "Operngala." Schirmherr ist Kurdirektor Dr.
Tappe. Der Startschuss ist am Montag, den 05.September 2011, um
19.30 Uhr in der Grundschule Weststraße Bad Neuenahr. Der
Kammerchor, der fast ausschließlich geistliche Werke singt, die
erst 26 Jahre alte Chorgemeinschaft Heimersheim, die ein ganz
besonderes Augenmerk auf Stimmbildung und Choreographie legt, und
der fast 150 Jahre alte Männergesangverein versuchen einen
neuen Weg der Chormusik unter Dipl. Chor- und
Orchesterleiterin Ekaterina Londarenko zu gehen. Folgende Werke
werden u.a. für dieses Projekt geprobt: Der
Gefangenenchor aus Nabucco, der Triumphmarsch aus Aida von
Verdi, Habanera aus Carmen von Bizet, sowie Chöre aus dem
Fliegenden Holländer von Wagner.
Neue Sängerinen und Sänger sind zum Projektbeginn und den
anschießenden Proben, die jeweils montags ab 19:30 Uhr in der
Grundschule Bad Neuenahr stattfinden, herzlich willkommen.
Infos unter Tel. (0 26 41) 20 11 59 oder www.kammerchor-aw.de
25 Jahre Chorgemeinschaft „Cäcilia“ Heimersheim
Festakt in der Landskroner Festhalle am 20.11.2010
Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einem feierlichen
Gottesdienst in der St. Mauritius Pfarrkirche. Zum anschließenden
Festakt versammelten sich die Chormitglieder in der Landskroner
Festhalle. Die Vorsitzende Ingeborg Müller konnte zahlreiche Gäste,
insbesondere den langjährigen Chorleiter und Initiator für die
Gründung der Chorgemeinschaft, Musikdirektor Gisbert Stenz,
begrüßen. Im dankte die Vorsitzende mit herzlichen und bewegenden
Worten. Der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Ahrweiler, Norbert
Reineri, überreichte dem Jubiläumschor die Ehrenurkunde des
Chorverbandes Rheinland-Pfalz.
In ihrer Festrede ließ die Vorsitzende Ingeborg Müller 25 Jahre
Chorgeschichte der Cäcilia Revue passieren und unterlegte ihre
Ausführungen mit einer elektronischen Darstellung. Sie verschwieg
nicht die Anfangsschwierigkeiten, die aber dank der
Überzeugungskraft der Verantwortlichen im Chor schnell überwunden
worden seien. Mit der Verpflichtung der Chorleiterin Ekaterina
Londarenko Anfang 2007 habe die Chorgemeinschaft musikalisch neue
Akzente gesetzt. Dank ihrer engagierten Leitung könne der Chor
nicht nur mit anspruchsvoller Chormusik aufwarten, sondern
unterlege sie auch mit einer gekonnten Choreografie. „Unsere
Chorarbeit bereitet uns Freude und wir sind auch ein wenig stolz
über das bisher Erreichte. Wir pflegen und fördern einen moderneren
Chormusikstil, ohne gutes und altbewährtes Liedgut zu
vernachlässigen. Denn nur wenn es einen Fortschritt gibt, gibt es
auch eine Tradition. Der Chorgesang pflegt Werte, die in unserer
technisierten Welt in der Gefahr stehen, vergessen zu werden.
Diesem Vergessen wollen wir entgegentreten. Deshalb zeigen wir uns
den Menschen, singen mit ihnen und für sie. Damit eröffnen wir
ihnen die wunderbare Welt der Chormusik“, führte die Vorsitzende
weiter aus.
Nach Dankesworten an verdiente Sängerinnen und Sänger bereicherten
Chorbeiträge, Show-Einlagen und Sketche der Chormitglieder den
festlichen Abend.
Männergesangverein „Cäcilia“ von 1863
Am Fest der hl. Cäcilia des Jahres 1863 setzten 19 Männer ihre
Unterschrift unter die „Statuten des Männergesangvereins von
Heimersheim“. Sie legten damit zusammen mit Lehrer Josef Dapper den
Grundstein für einen der ältesten Männerchöre im heutigen
Kreis-Chorverband Ahrweiler.
Neben den sozialen Aufgaben, wie Auftritte bei freudigen und
traurigen Anlässen, bleibt das Kulturelle, die Pflege und Erhaltung
des Liedgutes, Ziel und Zweck der Gemeinschaft. Es ist daher der
Wunsch des Vereins, durch Ausstrahlung seiner gesanglichen
Tätigkeit eine breite Resonanz in allen Schichten der dem
kulturellen Leben verbundenen Bevölkerung zu finden. Insbesondere
wird es stets das Bestreben bleiben, die Jugend für diese hohen
Ideale zu gewinnen, damit eines der schönsten, empfindungsfähigsten
und aussagereichsten Güter unseren Nachkommen erhalten bleibt.
Der Männerchor, der in wenigen Jahren sein 150-jähriges
Vereinsjubiläum feiern kann, ist eine lebendige Schar von Sängern
geblieben, die sich Traditionen verpflichtet fühlt, aber immer für
neue Wege im Chorgesang offen ist. Dafür steht auch die
Verpflichtung der Chorleiterin Ekaterina Londarenko, der es mit
Können und Engagement innerhalb kurzer Zeit gelang, den Chor in
eine modernere musikalische Richtung zu lenken.
Denn, nur wenn es einen Fortschritt gibt, gibt es auch eine
Tradition.
Seien Sie dabei und kommen Sie am Mittwoch zu den Proben:
Männerchor von 19.00 - 20.30 Uhr
Weitere Informationen bei:
Willi Schneider Tel. 02641 8099691
Chorgemeinschaft "Cäcilia"
Im Jahre 1985 waren es mutige Sänger des Männergesangvereins, die
auf Anregung des langjährigen und verdienten Chorleiters,
Musikdirektor Gisbert Stenz, zusammen mit den Sängerinnen des
Mandolinenchores eine Chorgemeinschaft eingingen. In kürzester Zeit
erarbeitete sich dieser gemischte Chor einen guten und
ausgeglichenen Klangkörper. Neben der musikalischen Probenarbeit
wird ein besonderes Augenmerk auf Stimmbildung und Choreographie
gelegt, um Chormusik noch überzeugender und lebendiger darbieten zu
können.
Mit ihrem gesanglichen und choreographischen Vermögen ist die
Chorgemeinschaft heute aus der Musikszene von Heimersheim und
Umgebung nicht mehr wegzudenken.
Zusammen mit der gemeinsamen Chorleiterin Ekaterina Londarenko
setzen sowohl der gemischte Chor als auch der Männerchor in der
Chormusik neue musikalische Akzente.
Seien Sie dabei und kommen Sie am Mittwoch zu den
Proben: Chorgemeinschaft Cäcilia von 20.30 - 22.00 Uhr
Weitere Informationen bei:
Ingeborg Müller Tel. 02641 26139
- Die wöchentliche Chorprobe findet bis auf weiteres Donnerstags
statt
Jahreshauptversammlung 2011
Jahresberichte, Neuwahlen und das in zwei Jahren anstehende
150-jährige Jubiläum des MGV waren die Schwerpunkte der
Jahreshauptversammlung der Heimersheimer Sänger im Vereinslokal.
Der Vorsitzende dankte den Sänger für ihren Einsatz im abgelaufenen
Jahr und der Chorleiterin Ekaterina Londarenko für die gute und
erfolgreiche Zusammenarbeit. Von einem regen und
abwechslungsreichen Vereinsleben konnte der Schriftführer
berichten. Der Kassenbericht dokumentierte eine positive
Finanzsituation. Da die Kassenprüfer eine korrekte Buch- und
Kassen-
führung bescheinigten, wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung
erteilt.
Dem bisherigen Vorstand wurde auch das Vertrauen für die nächsten
beiden Jahre ausgesprochen. Lediglich die Position des stv.
Schriftführers musste neu bestimmt werden.
Im laufenden Jahr stehen u.a. ein „Best-of-Konzert“ sowie einige
Auftritte bei Vereinsjubiläen auf dem Programm. Der Terminplan geht
den Sängern noch zu.
Das Jubiläumsjahr 2013 wird mit einem Großen Konzert eröffnet
werden und findet seinen Höhepunkt in einem Festkommers in der
Landskroner Festhalle. Auch hier werden die Einzelheiten noch
bekannt gegeben. Zur besseren und schnelleren Information der
Sänger durch den Vorstand wird ein neues System unter Nutzung der
neuen Medien vorbereitet“
Auf zur Chorreise nach Franken
Chorreise führte nach Oberfranken
Chorgemeinschaft Cäcilia Heimersheim unterwegs
Heimersheim – Zeitig und gut gelaunt starteten die Sängerinnen und
Sänger in stattlicher Zahl, um vier Tage lang das schöne
Oberfranken mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Erstes Ziel war die Domstadt Bamberg, wo auch in einem an der
Peripherie gelegenen Landhotel Quartier bezogen wurde.
Gleich am ersten Tag stand eine Nachtwächterwanderung durch die
sehens- werte Altstadt auf dem Programm, nachdem zuvor Sänger
Heiner Hofmann Wissenswertes über seine Heimatstadt berichtet
hatte.
Am nächsten Tag wurde in einer sehr informativen 2-stündigen
Stadtführung das vor allem durch Richard Wagner weltberühmte
Bayreuth erkundet. Der „grüne Hügel“, auf dem das von dem
Komponisten selbst entworfene Festspielhaus errichtet wurde, wird
Jahr für Jahr in der Festspielzeit ein Laufsteg der Hochprominenz.
Daneben konnten die vielen baulichen Sehenswürdigkeiten dieser vom
Barock und Rokoko geprägten Stadt - mit dem Markgräflichen
Opernhaus das wohl schönste Barocktheater Europas - bewundert sowie
Wohnhaus und Grab Wagners besucht werden.
Eine sich anschließende Besichtigung mit Führung durch das
Brauerei- und Büttnermuseum vermittelte einen Einblick in die
Arbeitsweise der in dieser Gegend zahlreich vertretenen Brauereien.
Ein frisches Maisel`s Weisse durfte zum Abschluss natürlich nicht
fehlen, was die Chormitglieder nach diesem ereignisreichen Tag
dankbar begrüßten.
Am Samstag ging die Fahrt durch die Fränkische Schweiz ganz in den
Norden Oberfrankens nach Coburg. Unter sachkundiger Führung konnten
die Reisenden viel über diese liebenswerte und auch
geschichtsträchtige Stadt der Fürsten von Sachsen-Coburg und Gotha
erfahren. Nachdem man die Coburger Spezialität, eine auf
Kiefernadeln gegrillte Bratwurst verkostet hatte,
wurde gut gestärkt noch die hoch über der Stadt gelegene Fränkische
Krone, die Veste Coburg, besichtigt.
Aber noch zwei Highlights standen für diesen Tag noch an. Zunächst
wurde Kloster Banz besucht und die barocke Klosterkirche mit ihrer
prächtigen Hauptkuppel lud die Sängerinnen und Sänger unter dem
Dirigat ihrer Chorleiterin Ekaterina Londarenko geradezu ein, ein
kurzes Konzert geistlicher Lieder zu geben, was die zahlreichen
Besucher der Kirche begeisterte.
Ein erhebendes Gefühl für die Chormitglieder, in einem Gotteshaus
mit einer solchen Klangwirkung singen zu dürfen.
Die Fahrt ging weiter zu der Kloster Banz gegenüber liegenden
bedeutendsten Wallfahrtskirche Frankens Vierzehnheiligen. Ein
musikalischer Auftritt war leider nicht möglich, da allein am
Besuchstag über 30 Wallfahrergruppen aus ganz Bayern die Kirche
erreichten. Aber schon die Besichtigung dieses Rokoko-Juwels und
Hauptwerk Balthasar Neumanns mit der Fülle an Stuck, Statuen und
Ornamenten vermittelte bleibende Eindrücke.
Abends war gemütliches Beisammensein angesagt. Spontane Musik- und
Gesangseinlagen der Sängerinnen und Sänger beigeisterte eine
ebenfalls im Hotel weilende Reisegruppe aus Thüringen derart, dass
sie ihre Rückreise verschob, um der für den nächsten Tag
vorgesehenen Mitgestaltung des Gottesdienstes durch den Chor in St.
Vitus in Hirschaid beizuwohnen.
Und so zeigten sich denn auch die Chorgemeinschaft mit Charles
Gounods Missa breve no.7 und der Männerchor mit dem „Agnus Dei“ von
Georges Bizet mit Sopran-Solo der Chorleiterin von ihrer besten
Seite.
Die Besucher des Gottesdienstes dankten mit lang anhaltendem
Beifall.
Auf der Rückfahrt wurde der mainfränkischen Metropole Würzburg mit
dem Dom St. Kilian, der alten Mainbrücke und der die Stadt
überragenden Festung Marienberg ein kurzer Besuch abgestattet.
Nach der Rückkehr dankten die Sängerinnen und Sänger ihrer
Vorsitzenden Ingeborg Müller für die hervorragende Planung und
Durchführung der erlebnisreichen Chorfahrt ins schöne Frankenland.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl der großen Chorfamilie wurde
gestärkt, resümierte die Chorleiterin Ekaterina Londarenko.
Einige Gedanken zum Konzept und der Entwicklung der Chöre
Diplom-Chorleiterin und
Diplom-Kapellmeisterin
Ekaterina Londarenko
- Unsere Choristen sind keine Profis, sondern engagierte Laien, die
eine verblüffende Gesangsfreude und Eifer an den Tag legen
- Ich lege einen besonderen Augenmerk auf den bewussten Einsatz des
Körpers sowohl als wichtigstes Hilfsmittel zur Steigerung der
gesanglichen Fähigkeiten als auch ein Musikunterstützendes
Darstellungsmittel
- Die Chöre verfügen über eine tolle Anspannung und ein enormes
Energiepotential, das aus den Proben in die Konzertsituation
übertragen wird
- Unsere Stärke ist eine konzentrierte Probenarbeit, bei der auch ein
Witz nicht zu kurz kommt
- Wir sind bemüht, den Zuhörer in den Bann zu ziehen, der auch zum
wichtigen Bestandteil des musikalischen Auftrittsergebnisses wird
- Wir sind experimentierfreudig und haben keine Berührungsängste,
unsere Entdeckungsfreude und Begeisterung für die
unterschiedlichste Stilrichtungen bieten immer neue
Herausforderungen
- Die Qualität ist dabei das oberste Gebot. Man muss die Menschen
zuerst für das Singen begeistern, aber es geht nicht nur um das
Singen schlechthin oder in möglichst großer Zahl, sondern auch um
das Singen auf einem gewissen Niveau
- Nach dem vielversprechenden Debüt unter meiner Leitung ist es zu
hoffen, dass die Chöre sich zu einem neuen Aushängeschild der
hiesigen Kulturszene entwickeln
Ekaterina Londarenko wurde 1972 in Moskau geboren und bekam bereits im Alter von 6
Jahren eine breite musikalische Ausbildung an der Klavierfakultät
der Moskauer Prokofjev-Musikschule, bei G. Dadaschewa. (Abschluß
mit Auszeichnung).
Mit 15 Jahren wurde sie in den Chorleiter-Studiengang der
Musikfachschule beim Moskauer Staatlichen P.I. Tschaikowski –
Konservatorium aufgenommen und absolvierte sowohl den Abschluß der
Musikfachschule als auch 1996 die Diplomprüfung an der Fakultät für
Chordirigenten des Konservatoriums bei Prof. B. Tewlin mit
Auszeichnungen.
Während ihres Studiums konzertierte Ekaterina Londarenko als
Pianistin und Chorsängerin bei zahlreichen Konzerten in Moskau, St
Petersburg und Rybinsk sowie Deutschland, England, Spanien,
Italien, Österreich und der Schweiz.
Als Sängerin, Pianistin, Chor- und Orchesterdirigentin nahm sie an
Moskauer Seminaren von Prof. H. Rilling (Stuttgart) sowie an
Konzerten des Russisch-Amerikanischen Chores und des Gesamtchores
des Chordirigenten Russlands bei Prof. B. Tewlin teil. Zugleich
arbeitete sie als Klavierbegleiterin an der Moskauer
Prokofjev-Musikschule, bei Chören des Konservatoriums und in der
Chordirigenten-klasse sowie als Assistentin des Dirigenten des
Moskauer Chores der Jugend und Studenten von Prof. B. Tewlin.
Von 1996 bis 1999 studierte Ekaterina Londarenko an der Hochschule
für Musik Köln Chorleitung bei Prof. J. Hömberg und
Orchesterleitung bei Prof. M. Luig. Beide Studiengänge wurden mit
Diplomen (beide sehr gut) abgeschlossen.
Seit Beginn ihrer Ausbildung in Köln 1996 wirkte sie bis 1999 in
der Probearbeit des Concert-Chores Concordia 1877 Hürth sowie des
Oratorienchores Brühl als Korrepetitorin und künstlerische
Assistentin des Chorleiters Celso Antunes mit.
Zur Zeit wirkt sie als Sängerin (Mezzo-Sopran/Alt) und
Korrepetitorin bei zahlreichen Solisten und Chören und bei den
Veranstaltungen (Dirigentenforum) des Deutschen Musikrates mit.
Von 1999 bis 2006 leitete sie den Gesangverein „Liederkranz“
Bonn-Lengsdorf 1862/1876 e.V.
Im Jahre 2006 war sie Pianistin im Bad Neuenahrer Kurorchester
„Ungarisches Quintett“ (Leitung Ede Szabo).
Den MGV Concordia Niederbachem 1922 e.V. leitet Ekaterina
Londarenko seit 2001.